Verfasst von: adrian4xp | März 30, 2012

Die Dynamik des Senfkornes

Nachdem ich in den letzten Artikeln lange genug gesagt habe, worin ich die Sackgassen unserer Gesellschaft und Kirche sehe, möchte ich jetzt versuchen, ein paar Linien aufzuzeichnen, wie ich mir eine Entwicklung vorstellen kann. Ich sagte zwar, dass wir keine Zeit mehr haben, ich bin dennoch davon überzeugt, dass Prozesse in der Geschwindigkeit von Revolutionen noch viel mehr Opfer als nötig hervorbringen. Die echte Dynamik des Gottesreiches ist die des Senfkornes. Bevor ich mich größeren Strukturen zuwende, wie es zB jetzt gerade die Kanzlerin im Dialog für Deutschland, beginne ich bei den Anknüpfungspunkten in der Kirche und fange an zu sehen, wo welche Prinzipien greifen können.

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Verfasst von: adrian4xp | Februar 7, 2011

Erste Dinge zuerst

Lange habe ich ja geschwiegen und überlegt wie es jetzt weitergehen soll mit der Artikelserie, aber die jetzige Debatte anlässlich des Memorandums von ca 1/3 der deutschsprachigen Professoren weisen ja schon eindeutig den Weg dafür, was als nächster Artikel dran sein soll.

Da fordern deutsche katholische Politiker die Zulassung von viri probati (=erprobte Männer), also von verheirateten Männern zum Priestertum und ein Kardinal Brandmüller wirft ihnen vor, sich in innerkirchliche Angelegenheiten einzumischen. Professoren veröffentlichen einen Grundsatzartikel und Manfred Lütz bezeichnet das Dokument dieser Professoren als Zeichen der Resignation und Verzweiflung legt den Unterzeichnern nahe zur evangelischen Kirche überzutreten, weil Lies mehr …

Verfasst von: adrian4xp | August 25, 2010

Eckpfeiler subsidiärer Gemeinschaften

Bevor es praktisch wird, soll dieser Artikel ein wenig beleuchten, warum wir als Kirche, aber auch darüber hinaus, subsidiäre Gemeinschaften brauchen und was Eckpfeiler derselben sind. Wie kann man diese vom Subsidiaritätsprinzip her neu beschreiben?

1. Das Ziel

Früher waren es die Großfamilien, Dörfer, Zünfte etc, die das subsidiäre Prinzip leben ließen. Aber ohne Zweifel ließen diese Strukturen auch viele Wünsche offen. Es waren oft hermetische Gesellschaften, die damit auch strukturell Raum auch für Missbrauch von Macht boten, ich will es nicht noch einmal wiederholen. Es war eine starke Gemeinschaft, in der aber kaum Spielraum für individuelle Träume und Visionen existierte, wenn sie vorgegebene Bahnen verlassen wollten. Ausbrechen konnten Katholiken hier gesellschaftlich akzeptiert eigentlich nur über die Orden, in denen noch als letzter Rückzugsraum der prophetischen Geist lebbar war. Aber auch hier hatte eine Verknöcherung bereits oft mehr als eingesetzt.

Aber auch der heutige Zustand der Gesellschaft ist unbefriedigend. Immer zersplitterter Lies mehr …

Verfasst von: adrian4xp | Mai 25, 2010

Die Erneuerung aus dem Urprinzip

eine theologische Grundlegung

Die Prinzipien der katholischen Soziallehre sind für die Wirtschaft zuerst entwickelt worden, aber natürlich können sie, wenn sie universelle Geltung beanspruchen, nicht nur in der Wirtschaft richtig sein. Das liegt an etwas ganz tief zugrunde Liegendem. Die Prinzipien haben nämlich einen Teil der Schöpfung reflektiert, die ihrerseits Gottes Sein spiegelt, die trinitarische Kommunikation.

Ich vertraue Dir – sagt Gott uns

a) Theologisch gesehen bedeutet Subsidiarität “Glaube”, “Vertrauen” und zwar nicht zuerst von unserer Seite her, sondern von Gott her. Gott vertraut uns, gibt sich Lies mehr …

Verfasst von: adrian4xp | April 1, 2010

Unheimliche Allianzen

oder vom Aschenputtel unter den Prinzipien der katholischen Soziallehre

Es gibt einem schon zu denken, wenn die Bundesjustizministerin (im folgenden: BJM) Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im Zusammenhang mit der Missbrauchsaffaire, die sich an Schulen in katholischer Trägerschaft zuerst gezeigt hatte, fordert, Täter (und Dokumente) sollen beim kleinsten Verdacht – und sogar gegen den erklärten Willen der Opfer –  an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet werden. Es gibt auch zu denken, wenn das erste, was passiert, noch bevor die Gespräche mit den Opfern ausgewertet wurden, Strafverschärfungen oder überhaupt rechtliche Konsequenzen gefordert werden, ohne dass überhaupt klar ist, was in diesem Zusammenhang ein sinnvolles Ziel wäre; denn in der gegenwärtigen öffentlichen Diskussion geht es nur in der ersten Ebene um die konkrete Ebene Opfer – Täter.

Viel entscheidender ist aber die Frage, wie und warum Lies mehr …

Verfasst von: adrian4xp | März 3, 2010

Prinzipien der katholischen Soziallehre

der schwierige Aufbruch aus einem statischen Gebilde hinein in eine Dynamik

Der historische Hintergrund

Als sich die Kirche nach langem Schlafen endlich angemessen der sozialen Frage zuwandte, waren ihr schon weite Teile der Bevölkerung entfremdet worden. Die Arbeiterschaft hing angesichts der ungebremsten Brutalität eines absolut liberalen Kapitalismus zu Beginn der industriellen Revolution verständlicherweise sozialistischen und kommunistischen Ideen an und bildete sich zu einem dritten Milieu neben dem katholischen und protestantischen heraus. Lies mehr …

Verfasst von: adrian4xp | Februar 7, 2010

Politische Zombies

oder von der Industriepolitik der schwarz-gelben Koalition am Beispiel der Energiepolitik

Als ich die Kabinettsliste der neuen Regierung las, war ich doch etwas irritiert. Da hatte doch die FDP – bis auf ein paar Ausnahmen – lauter Leute ins Rennen geschickt, die schon in der Regierung Kohl dabei waren. Und jetzt nach 100 Tagen Regierung zeigt sich, dass diese “neue” Regierung nahtlos mit dem weitermachen will, woran die letzte Regierung unter Kohl m.E. letztlich schon gescheitert war. Lies mehr …

Verfasst von: adrian4xp | November 14, 2009

2012 ?

Die Zukunft unserer Erde entscheidet sich nicht 2012

Am Samstag, 14.11.2009, in Arte lief ein höchst beunruhigender Beitrag über das Klima. Darin wurde ein lokales Phänomen untersucht, das sich beim näheren Hinschauen, als globales Phänomen entpuppte. Wenn wir daraus nicht schleunigst globale Konsequenzen ziehen und unsere Energiegewinnung nicht radikal umstellen, sind alle Dürren und Katastrophen der Menschheitsgeschichte, die bisher berichtet wurden, nur ein schwacher Reflex von dem, was bald auf uns zukommen wird. Dann wird es die Menschheit, so wie wir sie bisher kennen, nicht mehr geben. Lies mehr …

Verfasst von: adrian4xp | August 11, 2009

Feuer im Hohen Norden – NordcamP 2009

Was ich an der JCE ja seit Jahren sehr zu schätzen weiß, sind die großen Lager. Viele Jugendliche sind in einer größeren Gruppe Gleichaltriger eher mal bereit etwas Neues auszuprobieren. Heuer gab es leider kein gemeinsames Lager, das wussten die Kultusminister durch die Ferientermine schnöde zu vereiteln und sie werden es wohl auch fürder tun. So traf man sich denn zu vier kleineren Lagern. Ca 160 Leute versammelten sich am Wohldenberg/Holle bei Hildesheim (hier die offiziellen Photos) zum NordcamP 2009. Das ist ja für den gemeinen Bayern kurz vor der Nordseeküste, hoch im Norden, wo die eiskalten Stürme toben.

Das erste, was immer Freude macht, ist Lies mehr …

Verfasst von: adrian4xp | Juni 14, 2009

Sklaven der Möglichkeit

Es gibt in der frischen Jugendzeit oft bestimmte Situation, die zum Erwachsen werden dazugehören: Man wird sich immer mehr seiner Möglichkeiten bewusst. Ich kann Fußball spielen. Ich kann jetzt länger weg bleiben von zuhause. Ich kann jetzt mit meiner Band was machen. Ich kann Modellflugzeuge basteln und steigen lassen. Und die nächste Party will ich ja auch nicht vergessen.

Manche fangen viel an. Sie setzen immer noch eine Priorität mehr auf ihren Kalender und Lies mehr …

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