Verfasst von: adrian4xp | November 14, 2009

2012 ?

Die Zukunft unserer Erde entscheidet sich nicht 2012

Am Samstag, 14.11.2009, in Arte lief ein höchst beunruhigender Beitrag über das Klima. Darin wurde ein lokales Phänomen untersucht, das sich beim näheren Hinschauen, als globales Phänomen entpuppte. Wenn wir daraus nicht schleunigst globale Konsequenzen ziehen und unsere Energiegewinnung nicht radikal umstellen, sind alle Dürren und Katastrophen der Menschheitsgeschichte, die bisher berichtet wurden, nur ein schwacher Reflex von dem, was bald auf uns zukommen wird. Dann wird es die Menschheit, so wie wir sie bisher kennen, nicht mehr geben.

kurz referiert: Über den nördlichen Malediven nahm die Sonneneinstrahlung in den letzten Jahrenzehnten immer mehr ab. Mittlerweile liegt der Unterschied zwischen den nördlichen und südlichen Malediven bei 10%. Schuld daran sind die Feinstaub- und Rußabsonderungen, die aus Indien herüber wehen. Vier Jahre lang wurden die Klimadaten erhoben und man stellte fest, dass der von Menschen erzeugte Abkühlungseffekt 10 mal stärker ist, als angenommen. Das liegt daran, dass die Partikel, die der Mensch durch Verbrennung fossiler Energieträger erzeugt, kleinere Staubpartikel entlässt, die für die als Kondensationskeime für Wolken auch kleinere Tröpfchen erzeugen, die weißer sind und damit mehr Licht wieder ins All reflektieren. Diese Partikel gelten mittlerweile auch als nicht erkannte Ursachen der Dürren in der Sahelzone der 70 und 80 Jahre. Das globale Monsunregenband kam nicht mehr gegen die globale Abkühlung an und blieb stecken. Seit die Europäer sauberer verbrennen, wird auch die Luft sauberer und der kühlende Effekt der globalen Verdunkelung nimmt im europäischen und damit auch afrikanischen Bereich wieder ab. Der Monsun kehrte wieder in die Sahelzone zurück. Die Dürren sind nicht mehr so katastrophal, wie in der Zeit, als die Europäer große Mengen Feinstaub in die Atmosphäre entließen. Dafür werden die Sommer in Europa auch wieder heißer und die Inder verbrennen mehr fossile Brennstoffe. Den entstehenden Feinstaub muss man aus der Atmosphäre bekommen, weil ansonsten die Wasser- und Nahrungsmittelversorgung von über 3 Milliarden Menschen in Asien in Gefahr gerät, wenn die globalen Monsunsysteme durcheinander geraten.

Ich möchte jetzt nicht alles wiederholen, was man in dem Beitrag nachlesen kann. Hier nur die Schlussfolgerung. Die globale Erwärmung durch den Treibhauseffekt wurde bisher stark unterschätzt, weil der gegenteilige Effekt, die globale Verdunklung um den Faktor 10 unterschätzt worden ist. Bis zum Jahr 2035 könnte der Punkt ohne Umkehrmöglichkeit erreicht sein, wenn die Erwärmung 2̊C erreicht haben wird. Dann Schmelzen die die Gletscher Grönlands ab und 6 bis sieben Meter dürfte der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100, die Temperatur würde um 10̊C angestiegen sein. Der Beitrag endete mit den Worten. “Das ist keine Vorhersage. Das wird sicher passieren, wenn wir jetzt nichts ändern.”

Wir leben gerade in einer Zeit, in der die Weichen gestellt werden für die Welt, die im Äquatorgürtel dann nicht mehr bewohnbar sein wird. Europa wird Temperaturen erleben, die jetzt in Nordafrika herrschen. Damit würden die Ozeane wärmer und gigantische Metanmengen frei, die aus den Metaneisvorkommen an den Schelfgebieten aller Ozeane freigesetzt werden. Das Klima würde vollkommen aus dem Ruder laufen. Was passiert, wenn dann auch noch die Eisschilde der Antarktis schmelzen, braucht man wohl nicht mehr zu sagen. Der Meeresspiegel würde dadurch um ca. 100 Meter ansteigen – sehr unangenehm. Die Erde würde so heiß werden, wie in den letzten vier Milliarden Jahren nicht mehr.

2012 kommt das Ende wahrscheinlich nicht. Es wird vielleicht noch nicht einmal unvorhergesehen kommen. Es wird kommen, weil wir den Tod herbei zerren, wenn wir jetzt nicht umkehren – im persönlichen Verhalten und als Weltgemeinschaft.

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